,

1 Minute Placemaking mit Maresa Kuhn

Kurzinterview-Reihe mit PMCH Partner:innen

Das Ziel von Placemaking sind langfristig identitätsstarke, integrative und lebenswerte Orte. Unsere Partner:innen engagieren sich dafür alle auf ihre eigene Art. In unserer Reihe «1 Minute Placemaking mit …» lassen wir sie zu Wort kommen. 

Maresa Kuhn entwickelt Nutzungskonzepte mit Schwerpunkt auf Gewerbeflächen und Begegnungsorten. Durch ihren Anspruch, aus der Nutzerperspektive heraus den Bezug zum Ort herzustellen, schafft sie lebenswerte Orte und zukunftsfähige Strategien.

Welches Projekt macht dir aktuell besonders Freude?

Im Moment macht mir das Projekt Klosterviertel in Schaffhausen grosse Freude. Ich durfte dort nicht nur das Nutzungskonzept mitentwickeln, sondern bin als Jury-Mitglied des aktuellen Testplanungsverfahrens auch direkt in die Umsetzung eingebunden. Da der Kanton das Gefängnis und verschiedene Verwaltungsräume verlegt, entstehen im Klosterviertel neue Möglichkeiten für andere Nutzungen. Um herauszufinden, was dort wirklich gebraucht wird, habe ich wichtige Anspruchsgruppen direkt angesprochen und ihre Perspektiven und Bedürfnisse abgeholt. Die Erkenntnisse wurden in Workshops gespiegelt und weiterentwickelt. Zusätzlich wurde die Nutzungsstrategie der Bevölkerung vorgestellt und breit diskutiert. So ist ein Konzept entstanden, das gut abgestimmt ist und von vielen mitgetragen wird.

Bei welchem Projekt freust du dich auf die Umsetzung?

Beim Projekt campo in Winterthur-Neuhegi. Hier durfte ich das Nutzungskonzept für die Gewerbeflächen entwickeln – ein Auftrag, der mich von Anfang an begeistert hat. Die SKKG und Terresta schaffen hier einen Ort, an dem Wohnen, Arbeiten, Kultur und innovatives Gewerbe zusammenfinden sollen. Unter anderem entsteht hier die neue Heimat für die aussergewöhnliche Kunstsammlung von Bruno Stefanini. Für die Gewerbeflächen war die künftige Nutzung noch nicht klar definiert. Mir war wichtig, Angebote zu entwickeln, die zum Charakter des campos passen, die Lage und das Gebäude berücksichtigen und das Areal mit Leben füllen. In vielen Gesprächen mit Interessensgruppen und potenziellen Nutzer:innen habe ich Bedürfnisse gesammelt, Ideen geschärft und passende Nutzungen entwickelt. Damit ist eine solide Grundlage für die weitere Planung gelegt. Ich freue mich sehr darauf, zu sehen, wie das Konzept wächst und das campo Schritt für Schritt Gestalt annimmt.

Was schätzt du an der Partnerschaft mit Placemaking Switzerland?

Der Austausch mit vielen inspirierenden Menschen, denen gute Orte am Herzen liegen.

www.maresakuhn.ch